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Gira Raumklimasensor für KNX E2 in Anthrazit an der Wand im modernen Homeoffice

Was ist KNX? Definition, Grundlagen & Vorteile

KNX ist ein Begriff aus der Welt des Smart Home: Er bezeichnet ein Leitungssystem zur Steuerung vernetzter Haustechnik. Der Standard existiert bereits seit vielen Jahren – 2002 wurde die erste KNX Spezifikation veröffentlicht und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Für Ihr smartes Zuhause bietet KNX zahlreiche Vorteile und gilt bis heute als eine der führenden Technologien der Gebäudeautomation. 

„KNX“: auf diesen Begriff stoßen Sie unweigerlich, wenn Sie sich mit dem Thema Smart Home beschäftigen. Doch was verbirgt sich dahinter? Und wie funktioniert ein KNX System? Erfahren Sie in diesem Artikel alles Wissenswerte über Funktion und Vorteile von KNX-Smart-Home. 

Definition: Was bedeutet der Begriff KNX? 

Die Abkürzung KNX steht für „Konnex“, abgeleitet vom lateinischen Wort für „Verbindung“. Gemeint ist damit ein Leitungssystem zur Gebäudesteuerung, das Daten zwischen mehreren Geräten überträgt. Es verläuft parallel zur Stromleitung. Für die Verlegung sind daher entsprechende Stemmarbeiten notwendig. 

Die Steuerung einzelner Smart-Home-Elemente findet über einen gemeinsamen Übertragungsweg statt. Das können Sie sich bildlich vorstellen: Die gesendeten Daten innerhalb eines Systems sind wie Fahrgäste/innen auf einer Buslinie. Sie teilen sich den Bus bis zu ihrer Zielhaltestelle und steigen jeweils genau dort aus, wo sie gebraucht werden. 

KNX gilt bis heute als einheitlicher, offener Übertragungsstandard für vernetzte Haustechnik. 

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Wie funktioniert KNX?

Damit Sie Smart-Home-Systeme, die auf der KNX Technologie basieren, in Ihrem Zuhause nutzen können, benötigen Sie vor allem zwei Dinge: 

  • Kompatible Geräte 

  • Ein separates Netz 

Dieses Netz wird auch als „Busleitung“ bezeichnet. Denn KNX funktioniert etwas anders als viele andere Smart-Home-Technologien, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. 

Um die Funktionsweise von KNX zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf den Aufbau der Technologie. Ein KNX Netzwerk kann aus mehreren Linien bestehen. Hier greift wieder der Vergleich mit einer tatsächlichen Buslinie: Wie auf einem Busfahrplan auf dem mehrere Linien und Haltestellen eingezeichnet sind, so besitzt auch ein KNX System mehrere „Haltestellen“, die auf verschiedenen Linien verteilt sind.  

In diesem Kontext spricht man auch von Teilnehmern – also von KNX Geräten wie Wandschaltern, Beleuchtung oder Rollladenantrieben. Die einzelnen „Haltestellen“ werden per mit einem speziellen, grünen Bus-Kabel verbunden. Eine separate KNX Zentrale ist nicht nötig, da die Befehle genau adressiert werden, damit sie zuverlässig ihr Ziel erreichen. 

Für die Einrichtung benötigen Sie zudem eine geeignete KNX Schnittstelle. Die Konfiguration erfolgt über die herstellerunabhängige Engineering-Software ETS. Im laufenden Betrieb empfiehlt sich außerdem ein Bedien- beziehungsweise Visualisierungsgerät, das dazu dient, das KNX System zu konfigurieren und zu steuern. Bei einem Gira KNX System empfiehlt sich hier das Gira G1. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Smart-Home-Systemen ist für die Funktion von Smart Home via KNX keine Internetverbindung nötig. Somit funktionieren Ihre Geräte auch dann zuverlässig zusammen, wenn Ihr Router offline ist. Vielmehr benötigt das System eine Spannungsversorgung, die die Buslinie mit Strom speist. 

Besonders praktisch ist dabei auch, dass sich die Haustechnik durch spezielle Module von der Ferne steuern lässt. Das Gira S1 ermöglicht Ihnen, sich überall auf der Welt mit Ihrem smarten Zuhause zu verbinden. 

KNX Installation mit Busleitung, Sensoren und Aktoren im Schaltschrank.
Die KNX Busleitung verbindet Sensoren und Aktoren für die vernetzte Gebäudesteuerung.

Was ist ein KNX Taster?

Er sieht aus wie ein klassischer Lichtschalter – aber es steckt viel mehr dahinter. Der KNX Taster wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, doch er spielt eine zentrale Rolle für die reibungslose Kommunikation zwischen den ins Netzwerk eingebundenen Geräten. 

Als KNX Taster bezeichnet man das smarte Bedienelement bzw. den „Sensor“ für die Haus- und Gebäudeautomation. Doch wie funktioniert dieser KNX Taster? 

Anders als ein normaler Lichtschalter funktioniert er nicht als mechanischer Unterbrecher für den 230-Volt-Stromkreis einer Lampe. Er sendet vielmehr einen digitalen Steuerbefehl über eine separate Busleitung an ein ausführendes Gerät. 

Vernetzung von Sensoren und Aktoren im KNX-Smart-Home

Damit Ihr Zuhause mit KNX smart wird, braucht es verschiedene Sensoren und Aktoren. Die Informationen zwischen ihnen werden mithilfe von sogenannten Telegrammen übertragen. Dazu erheben die Sensoren die nötigen Daten und die Aktoren schalten die Energie für Lichter, Jalousien und weitere Funktionen. 

Folgende Arten von Sensoren gibt es bei KNX: 

  • Bewegungs- und Präsenzmelder: erfassen Präsenz oder Bewegung von Personen 

  • Lichtsensoren: erfassen die Helligkeit 

  • Binäreingänge: erfassen verschiedene Signale von potenzialfreien Kontakten 

Bei den Aktoren unterscheidet man folgende Arten: 

  • Schaltaktoren: schalten Verbraucher wie Licht oder Motoren 

  • Dimmaktoren: dimmen Licht 

Das Video dient lediglich als alternative Darstellung des Seiteninhalts. Es enthält keine zusätzlichen Informationen.

Vorteile von KNX: Warum sich die Technologie lohnt 

Die Vorteile von KNX liegen auf der Hand: Sie können damit Ihr Zuhause smart vernetzen und sind nicht auf die Einbindung Ihres Heimnetzwerks angewiesen. Somit funktioniert KNX-Smart-Home auch dann, wenn eine Internetstörung vorliegt oder die Leitung voll ausgelastet ist. 

Natürlich hängt es von Ihren individuellen Ansprüchen und Voraussetzungen ab, ob ein KNX System für Ihr Zuhause die richtige Wahl ist. Folgende Vorteile sprechen für den Einsatz: 

  • Große Auswahl an Komponenten: Eine KNX Vernetzung ermöglicht Ihnen eine breite Auswahl, was Geräte und Automatisierungsmöglichkeiten betrifft. Von der Sicherheitsüberwachung über Heizung und Klimaanlage bis hin zur Wallbox oder der Beleuchtung – es gibt zahlreiche Geräte, die mit Ihrem KNX System kompatibel sind. 

  • Flexible Konfiguration: Was in Ihrem KNX Zuhause wann passieren soll, ist jederzeit steuer- und anpassbar. Das Beste daran: Bestehende Programmierungen lassen sich nachträglich durch einen Fachbetrieb oder Systemintegrator ändern. So entspricht Ihr KNX System stets Ihren individuellen Anforderungen. 

  • Lokaler Betrieb ohne Cloud: Setzen Sie auf die KNX Technologie, arbeitet diese lokal bei Ihnen zu Hause. Eine Internetverbindung ist nur dann erforderlich, wenn Sie von unterwegs auf Ihr System zugreifen möchten. 

  • Umfangreicher Überblick: Auch wenn Sie Geräte von verschiedenen Herstellern in Ihr KNX System einbinden, behalten Sie stets den Überblick. Nutzen Sie zusätzlich eine App, führt diese alle Informationen übersichtlich zusammen – das macht die Handhabung besonders einfach. Zudem können Sie jederzeit Daten abrufen und zum Beispiel sehen, wie der Energieverbrauch aktuell aussieht oder wie effizient Ihre PV-Anlage gerade arbeitet. 

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Gibt es Nachteile von KNX-Systemen? 

Im besten Fall wird die KNX Planung gleich bei einem Neubau mitgedacht – schließlich wird eine spezielle Busleitung benötigt. Die Busleitung bei Modernisierung von Bestandsgebäuden nachzurüsten ist zwar möglich, erfordert jedoch bauliche Maßnahmen. Das sollten Sie beachten, wenn Sie eine KNX Nachrüstung in Erwägung ziehen: 

  • In der Regel lohnt sich die Nachrüstung – es empfiehlt sich allerdings, mehrere Angebote einzuholen, um den finanziellen Aufwand realistisch einschätzen zu können. 

  • Zudem wird manchmal der hohe Planungsaufwand als möglicher Nachteil von KNX Systemen erwähnt. Im besten Fall beauftragen Sie jedoch ohnehin einen Profi für die Umsetzung des KNX-Smart-Homes in Ihrem Zuhause, weshalb dieser „Nachteil“ kaum ins Gewicht fällt. 

  • Ein Thema, das nicht nur speziell bei KNX Systemen, sondern allgemein im Smart-Home-Bereich immer wieder auftaucht, ist die Datensicherheit. Einige Verbraucher/innen machen sich Sorgen, dass ihre Daten nicht sicher sind. Doch hier können wir Entwarnung geben: Etwaige Sicherheitslücken lassen sich durch gezielte Maßnahmen schließen. KNX Datensicherheit ist daher ein wichtiges Thema, dem Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken sollten. 

Was brauche ich für eine KNX Installation? 

Eines vorweg: Für eine KNX Installation sollten Sie stets einen Fachbetrieb beauftragen. Zwar gibt es im Internet Ratgeber, die zeigen, wie Sie die Installation selbst vornehmen können. Doch in Deutschland ist klar geregelt, wer Leitungen verlegen und elektrische Arbeiten vornehmen darf. Selbst wenn Sie Eigentümer/in der Immobilie sind, dürfen Sie die Installation im Normalfall nicht selbst vornehmen. 

Neben einer Fachperson für KNX benötigen Sie für die Installation die physischen Basiskomponenten, die passende Verkabelung sowie spezielle Software. Hierzu berät Sie Ihre KNX Fachperson des Vertrauens gerne. 

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Was kostet KNX? 

Die Kosten für KNX variieren – wie bei jeder anderen Installation – je nach Aufwand und Umfang. Deshalb lässt sich nur schwer ein klarer Richtwert nennen. 

Besonders in der Anfangsphase entstehen für ein KNX-Smart-Home höhere Kosten, da Planung, Elektroinstallation und die Anschaffung aller Komponenten zusammenkommen. 

Bei einem Einfamilienhaus mit einem gehobenen KNX System können durchaus Kosten in Höhe von 10.000 Euro allein für die erforderlichen Geräte anfallen. Zusammen mit der Planung durch eine Fachperson, der fachgemäßen Elektroinstallation und der Programmierung können bis zu 55.000 Euro oder darüber hinaus anfallen. 

Die Spanne ist also sehr weit. Sinnvoll ist daher, ein individuell auf Sie und Ihr Zuhause zugeschnittenes Angebot anzufordern. Das ist weitaus aussagekräftiger als eine reine Schätzung. 

Tipp: Nutzen Sie den Gira Home Assistenten im Vorfeld, um eine grobe Schätzung zu erhalten. 

Ist ein KNX Smart Home förderfähig? 

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst das BAFA in der Kategorie „Anlagentechnik (ohne Heizung)“ den Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung – auch als „Efficiency Smart Home“ bezeichnet.  

Der Fördersatz liegt bei 15 Prozent der förderfähigen Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) bei 20 Prozent. Förderfähig sind maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr, mit iSFP bis zu 60.000 Euro. 

Wichtig: Gefördert werden ausschließlich KNX Komponenten, die tatsächlich der Energieeffizienz dienen – etwa eine intelligente Heizungs- und Verbrauchssteuerung oder ein Energiemonitoring. Rein komfortorientierte Funktionen wie Lichtszenen oder eine Jalousiesteuerung ohne Energiebezug sind in der Regel nicht förderfähig. Die Beantragung erfolgt vor Baubeginn über das BAFA-Portal; für den iSFP-Bonus ist eine Energieeffizienz-Expertin oder ein Experte einzubinden. 

Vergleich sanierter Wohnbereich versus nicht sanierter Wohnbereich.

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KNX-Smart-Home als zeitloser Standard für das vernetzte Zuhause 

KNX ist ein Standard für Smart Home, der bereits viele Jahre besteht. Kein Wunder also, dass nach wie vor viele Nutzer/innen auf das bewährte System setzen. Es bietet viele Vorteile und besticht durch seine Zuverlässigkeit und Flexibilität. Das macht KNX zu einer überzeugenden Technologie für die Vernetzung Ihres Zuhauses. 

Gerade im Neubau empfiehlt es sich, KNX gleich mitzuplanen. Doch auch eine Aufrüstung von Bestandsimmobilien lohnt sich. 

Häufig gestellte Fragen zu KNX