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Gira E2 Schalter in Grau matt an dunkler Wand in modernem Wohn- und Küchenbereich.

KNX Planung: So vernetzt der Smart-Home-Standard Ihr Zuhause

Ob Neubau oder Modernisierung: Mit KNX vernetzen Sie Beleuchtung, Heizung und Sicherheitstechnik zu einem intelligenten Zuhause – komfortabler, sicherer und energieeffizienter. Doch was genau steckt hinter dem Standard, und worauf kommt es bei der KNX Planung an?

Möchten Sie Ihr Zuhause intelligent vernetzen, stehen Ihnen unzählige Smart-Home-Systeme und Produkte zur Verfügung. Damit diese markenunabhängig zusammenarbeiten, haben sich vor mehr als 30 Jahren internationale Unternehmen zusammengeschlossen und einen weltweit anerkannten Standard geschaffen: den KNX Standard.

Bevor Sie die Vorteile eines automatisierten Zuhauses genießen, steht zunächst die Planung an. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wofür KNX steht und worauf es bei der KNX Planung ankommt.

Smart-Home-Ratgeber "smarte Technik nachrüsten" - Titelseite

Smarte Technik nachrüsten

Sie möchten Ihr Zuhause nachträglich in ein Smart Home verwandeln, wissen aber nicht genau, wie und was überhaupt möglich ist? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Was ist der KNX Standard?

KNX steht für „Konnex“, auf Deutsch „Verbindung“. Genau das beschreibt das Prinzip: Alle smarten Geräte sprechen dieselbe Sprache, tauschen Informationen aus und arbeiten in einem System zusammen. So lassen sich sämtliche Funktionen der Haustechnik zentral steuern und automatisieren. Fachleute sprechen hier auch von einem Bussystem.

Mehr als 500 internationale Unternehmen – darunter auch Gira – entwickeln den Standard mit KNX-basierten Produkten kontinuierlich weiter. KNX einfach erklärt: Im „Gira Lab“ auf YouTube zeigt Technik-Experte Marco anschaulich, was hinter dem weltweiten Smart-Home-Standard steckt.

Gira Lab: Was ist eigentlich ein KNX Smart Home?
Das Video dient lediglich als alternative Darstellung des Seiteninhalts. Es enthält keine zusätzlichen Informationen.

Gira Lab: Was ist eigentlich ein KNX Smart Home?

Wie funktioniert ein KNX System?

Stellen Sie sich vor: Sie kommen nach Hause, in den Räumen herrscht bereits Wohlfühltemperatur, der Kaffee läuft und Ihre Lieblingsmusik spielt. Möglich macht das ein Zusammenspiel aus drei Komponenten: Sensoren geben Befehle, Aktoren setzen sie um, und ein grünes Kabel vernetzt alles miteinander.

Sensoren sind Mess- und Eingabegeräte, zum Beispiel:

•       Taster und Bewegungsmelder

•       Temperaturfühler

•       Verbrauchszähler für Gas, Wasser und Strom

•       Wetterstationen

Sie senden die erfassten Informationen als Telegramme an die Aktoren.

Im Hintergrund arbeitet ein digitales Datennetz, das Bus-System. Damit alle vernetzten Geräte miteinander kommunizieren, benötigen sie eine gemeinsame Schnittstelle – Server oder Smart-Home-Hub –, über die sämtliche Informationen zusammenlaufen.

Was ist bei der KNX Planung zu beachten?

Schon in den ersten Planungsschritten sollten Sie genau festlegen, welche Funktionen Ihr Smart Home später erfüllen soll. Denn anders als bei der konventionellen Elektroinstallation benötigt ein Bussystem neben der üblichen 230-Volt-Leitung ein zusätzliches Kommunikationskabel: die grüne Busleitung. Sie wird im Rahmen von Stemmarbeiten parallel zur Stromleitung verlegt.

Diese Trennung von Energieversorgung und Informationsweg hat einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglicht deutlich mehr Systemfunktionen und eine Vielzahl intelligenter Anwendungen.

Neben Beleuchtung, Jalousien und Heizung lassen sich zahlreiche weitere Bereiche der Haustechnik einbinden, etwa:

•       Alarm-, Sicherheits- und Türsprechanlage

•       Lüftungs- und Klimatechnik

•       Sound- und Heimkinosysteme

•       PV-Anlage und Ladestation für Elektrofahrzeuge

Ein weiterer Vorteil: Bei der KNX Planung legen Sie sich nicht auf einen Hersteller fest. Da alle KNX-fähigen Produkte „dieselbe Sprache sprechen“, lassen sich Komponenten unterschiedlicher Anbieter kombinieren und jederzeit austauschen. Dieses „Interworking-Prinzip“ macht die Planung flexibler und Ihr Smart Home zukunftssicher.

Wer unterstützt bei der KNX Planung und übernimmt die Installation?

Arbeiten an der Elektroinstallation gehören grundsätzlich in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Für die KNX Planung empfiehlt es sich, zusätzlich frühzeitig eine/n System-Integrator/in einzubinden. Diese/r geschulte KNX-Spezialist/in berät Sie umfassend und übernimmt am Ende die fachgerechte Einrichtung und Programmierung des Systems.

Durch die individuelle Programmierung lernt jedes Gerät, was es in welcher Situation zu tun hat. Ändern sich später Ihre Wünsche oder Lebensumstände, lassen sich weitere Smart-Home-Geräte problemlos integrieren – ganz ohne neue Wände aufzureißen oder zusätzliche Kabel zu verlegen.

Smart-Home-Planung: Wasserwaage, Smartphone, Gira Produkte und Schraubendreher auf Boden.
Gira Fachbetriebsuche

Ihre Ansprechperson in der Nähe: Hier finden Sie unsere Gira Fachbetriebe, die Sie nicht nur beraten, sondern auch die Installation der Produkte übernehmen.

Mit einem Server wird Ihr KNX Smart Home intelligent

Ein KNX System kann nahezu unbegrenzt viele Teilnehmer umfassen. Planen Sie viele unterschiedliche Smart-Home-Anwendungen, lohnt sich die Integration eines zentralen Servers. Er bündelt als Knotenpunkt alle Steuerungsbefehle der Sensoren sowie die Verbrauchs- und Funktionsdaten der Geräte.

Der Server ist das „Gehirn“ Ihres Smart Homes: Er automatisiert komplexe Abläufe, steuert Geräte in Abhängigkeit voneinander und stimmt Funktionen aufeinander ab. Mit mobiler Internetverbindung greifen Sie über den Server auch von unterwegs auf Ihre KNX Installation zu.

Zusätzlich lassen sich verschiedene Schnittstellen einbinden – etwa für Sicherheitsmodule oder Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant. So steuern Sie Ihr Zuhause komfortabel per Sprachbefehl oder unterwegs per App.

Was kostet ein Smart Home mit KNX?

Natürlich spielen bei der KNX Planung auch die Kosten eine Rolle. Wie viel Budget Sie einplanen sollten, hängt vor allem vom Funktionsumfang, der Anzahl der Geräte und der Größe beziehungsweise Wohnfläche Ihres Hauses ab.

Gut kalkulierbar sind die Materialkosten – sie ergeben sich aus den Stückpreisen der Geräte und Anschlusskomponenten. Hinzu kommen die Leistungen Ihres Elektroinstallateurs oder System-Integrators: das Verlegen der Busleitungen, die Installation, die Parametrierung und die Einweisung in das System.

Das Gira KNX System: Vielfältige Möglichkeiten für die Vernetzung zum Smart Home

Vielfältige Möglichkeiten für individuelle Anforderungen bietet das Gira KNX System. Der kompakte Server Gira X1 eignet sich optimal als Schnittstelle für die intelligente Vernetzung von Einfamilienhäusern. Neben Sensoren und Tastschaltern binden Sie verschiedene Bediengeräte für Steuerung und Automatisierung ein.

Über die Steuerzentrale Gira G1 behalten Sie alle angeschlossenen Geräte im Blick und programmieren Szenen oder Zeitpläne. Mit der Gira Smart Home App steuern Sie Ihre Haustechnik flexibel per Smartphone – auch unterwegs. Der Gira S1 ermöglicht dabei den verschlüsselten Fernzugriff per Gira Smart Home App.

B2C Website Home Assistent Mockup
Gira Home Assistent: Ihr Schlüssel zu einer perfekten Elektroinstallation

Der Gira Home Assistent, Ihr umfassender Smart-Home-Konfigurator, unterstützt Sie bei der Planung und Umsetzung Ihrer Elektroinstallation.

Für wen eignet sich ein KNX Smart Home?

Ein Smart Home auf KNX Basis lohnt sich für alle, die ihr Zuhause zukunftssicher vernetzen und dauerhaft flexibel bleiben möchten. Die KNX Planung ist längst nicht mehr nur bei Neubauten und Modernisierungen ein Thema.

Für die Nachrüstung in Altbauten oder Mietwohnungen bietet die funkbasierte Technologie Gira KNX RF eine ebenso flexible, aber drahtlose Alternative.

Für dieses System verlegen Sie keine zusätzlichen Kabel, sondern erweitern die klassische 230-Volt-Installation einfach um spezielle Bedien- und Funktionsaufsätze.

Smart-Home-Förderung: So sparen Sie bei Ihrer KNX Planung

Smart-Home-Förderung: So sparen Sie bei Ihrer KNX Planung

Ein Aspekt, der bei der KNX Planung gerne übersehen wird: Eine gut durchdachte Installation macht Ihr Zuhause nicht nur smarter, sondern häufig auch förderfähig – vorausgesetzt, sie erfüllen eine Funktion, die nachweislich zur Senkung des Energieverbrauchs Ihres Wohngebäudes beiträgt.

Gerade typische KNX Anwendungen erfüllen diese Voraussetzung häufig, etwa:

·      Heizungssteuerung (automatische Absenkung bei Abwesenheit, Fernzugriff)

·      Jalousiesteuerung (Zeitpläne für Heiz-, Kühl- und Beleuchtungsersparnis)

·      Lichtsteuerung (Szenensteuerung statt Dauerbeleuchtung)

·      Türkommunikation und moderne Zutrittslösungen

·      Altersgerechtes Wohnen

·      Ganzheitliche Hausautomation als Kombination der oben genannten Bereiche

Um von einer Förderung zu profitieren, haben Sie bei Gira drei Möglichkeiten: Sie lassen sich direkt von Ihrem Fachbetrieb beraten, Sie planen über den Gira Home Assistenten und werden dabei von den Energie-Effizienz-Expert/innen von „Energie Effizienz Profi" bei der Antragstellung unterstützt, oder Sie prüfen im Vorab-Check, ob Ihr Vorhaben grundsätzlich förderfähig ist.

Wichtig in jedem Fall: Die Förderung muss vor Projektbeginn beantragt werden. Alle Details, aktuellen Szenarien und den Vorab-Check finden Sie auf unserer Seite zur Smart-Home-Förderung.

Bild von einem modernisierten Wohnraum.

Smart sanieren. Förderung sichern.

Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte über staatliche Förderung von Smart-Home-Projekten bei Sanierungsobjekten.

Ob per Tastsensor an der Wand, App oder Sprachbefehl: Im intelligenten Zuhause lehnen Sie sich zurück und überlassen die Dinge ihrem (smarten) Lauf. Der Gira Home Assistent unterstützt Sie dabei von Anfang an: Der Onlinekonfigurator liefert in nur drei Schritten personalisierte Vorschläge für Ihre Wohnsituation, zeigt Fachhändler in Ihrer Nähe und gibt Ihnen einen individuellen Leitfaden für die Umsetzung an die Hand.

Werfen Sie außerdem einen Blick in unseren Smart-Home-Ratgeber – dort finden Sie Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um den Einstieg in die Welt des smarten Wohnens.