Smartphone, Tablet, Kopfhörer, Smartwatch, E-Reader: Viele Alltagsgegenstände müssen regelmäßig geladen werden. Dafür braucht es neben dem Ladekabel nicht immer ein separates Netzteil. Eine Steckdose mit USB-Schnittstellen schafft feste Ladeplätze direkt in der Wand und hält die klassische Steckdose für andere Anwendungsbereiche frei. Erfahren Sie, wo Steckdosen mit USB-Anschluss besonders sinnvoll sind und was Sie bei der Nachrüstung beachten sollten.
Ob im Home Office, am Nachttisch oder in der Küche: Das Laden von Smartphones und anderen mobilen Geräten gehört zum Alltag. Dabei werden häufig Steckdosen blockiert oder das Handy liegt genau dort am Kabel, wo es gerade nicht gebraucht wird. Sinnvoll platzierte Steckdosen mit USB-Anschluss können hier für mehr Ordnung sorgen.
Das separate Netzteil entfällt, wenn Smartphone, Kopfhörer oder Tablet direkt per Ladekabel an die Steckdose angeschlossen werden können. Besonders sinnvoll ist das an Orten im Haushalt, an denen Geräte häufig geladen werden. Statt jedes Mal nach einem Adapter zu suchen, genügt das passende USB-Kabel.
Was ist eine Steckdose mit USB?
Eine Steckdose mit USB ist eine fest installierte Wandsteckdose mit zusätzlichen Ladeanschlüssen. Sie kann beispielsweise anstelle einer klassischen Unterputz-Steckdose eingebaut werden. Geräte können direkt per Kabel angeschlossen werden. Ein separates Netzteil ist dafür nicht nötig.
Je nach Ausführung verfügt die Steckdose neben dem normalen, zentralen Stromanschluss über USB-A, USB-C oder eine Kombination aus beiden. USB-A bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch häufig einfach als USB. Es handelt sich um den Anschluss, der Ende der Neunziger für viele Jahre zum Standard wurde. Der USB-C-Anschluss gilt als neuer Standard und wird bei neueren Geräten zum Beispiel auch als Ladeanschluss direkt an der Hardware integriert.
Die Gira SCHUKO USB-Steckdose A & C kombiniert eine herkömmliche Steckdose mit je einem USB-A- und USB-C-Anschluss. So lässt sich beispielsweise eine Lampe, ein Küchengerät oder ein Laptop-Netzteil anschließen, während gleichzeitig Smartphone oder Tablet geladen werden. Ältere Ladekabel bleiben weiterhin nutzbar, während auch neuere Geräte mit USB-C direkt angeschlossen werden können.
Wichtig: Alle drei Anschlüsse lassen sich gleichzeitig nutzen. Die Ladeleistung liegt bei bis zu 15 Watt über USB-C und bis zu 12 Watt über USB-A.
Die Vorteile von Steckdosen mit USB-Anschluss auf einen Blick
Herumliegende Ladekabel, Netzteile und belegte Steckdosen sind lästig. Steckdosen mit USB-Anschluss können hier für mehr Übersicht sorgen und das Laden mobiler Geräte einfacher machen. Die wichtigsten Vorteile sind folgende:
Sie benötigen kein Netzteil, dass den Anschluss des Ladekabels an die klassische Steckdose ermöglicht.
Die eigentliche Steckdose wird beim Laden von Geräten nicht gebraucht und kann im Normalfall parallel zum Ladevorgang Ihrer Geräte genutzt werden – beispielsweise für Küchengeräte, den Staubsauger oder den PC.
Sie schaffen feste Ladeplätze im Haushalt an denen Sie Ihre Geräte und die dazugehörigen Kabel schnell wiederfinden.
Sie können alt-bewährte und moderne Anschlüsse kombinieren. An einer Steckdose ist beispielswese ein USB-A- und einen USB-C-Anschluss möglich.
Wo ist eine Steckdose mit USB sinnvoll?
Eine Steckdose mit USB lohnt sich vor allem an Orten, an denen regelmäßig geladen wird. Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Anschlüsse im ganzen Haus zu verteilen. Sinnvoller ist es, gezielt Ladepunkte zu schaffen, die zum Alltag passen.
Im Schlafzimmer: Laden direkt am Nachttisch
Am Nachttisch sammeln sich häufig Smartphone, Smartwatch, E-Reader oder Kopfhörer. Eine Steckdose zum Handy laden ist hier besonders praktisch. Gleichzeitig bleibt die klassische Steckdose frei, etwa für Nachttischlampe, Wecker oder Luftreiniger.
Auch optisch wirkt die Lösung ruhiger. Weniger Netzteile bedeuten weniger Kabelgewirr neben dem Bett. Wer das Smartphone über Nacht lädt, sollte trotzdem auf die empfohlene Ladeleistung des Geräts achten und es nicht unter Kissen oder Decken liegen lassen.
Im Home Office: Ordnung auf dem Schreibtisch
Im Arbeitszimmer oder am Home-Office-Platz werden oft mehrere Geräte gleichzeitig genutzt. PC, Tablet, Smartphone, Headset, Powerbank oder Tastatur brauchen regelmäßig Strom. Eine Steckdose mit USB-Anschlüssen schafft hier einen festen Ladepunkt am Schreibtisch oder in der Nähe der Arbeitsfläche.
Besonders sinnvoll ist eine Kombination aus klassischer Steckdose, USB-A und USB-C. So kann der Laptop weiterhin über das eigene Netzteil betrieben werden, während kleinere Geräte direkt über USB laden. Das reduziert Mehrfachsteckdosen und schafft mehr Ordnung am Arbeitsplatz.
In der Küche: Tablet, Smartphone und kleine Geräte laden
Viele Menschen nutzen das Tablet in der Küche für Rezepte, Einkaufslisten oder Videos. Auch das Smartphone liegt dort oft griffbereit. Eine Steckdose mit USB kann deshalb in der Nähe der Arbeitsplatte sinnvoll sein.
Wichtig ist dabei die richtige Position. Die Steckdose sollte gut erreichbar sein, aber nicht direkt in Spritzwasserbereichen liegen. Bei Planung oder Nachrüstung sollte daher ein Elektrofachbetrieb prüfen, welche Platzierung sicher und sinnvoll ist.
Im Wohnzimmer: Praktisch neben Sofa und Medienmöbeln
Im Wohnzimmer sammeln sich häufig Ladegeräte aus dem gesamten Haushalt – beispielsweise auf dem Beistelltisch neben dem Sofa oder auf der Sofalehne. Eine Steckdose mit USB-Anschluss kann dort helfen, lose Netzteile und unschönen Kabelsalat durch Mehrfachsteckdosen zu vermeiden.
Sie eignet sich zum Laden von Smartphones, Tablets, kabellosen Kopfhörern, Controllern oder Fernbedienungen mit Akku. Besonders neben Sitzplätzen ist der feste Ladepunkt praktisch, weil Geräte weiter genutzt werden können, während sie laden.
Im Flur oder Eingangsbereich: Für Geräte, die unterwegs gebraucht werden
Auch im Eingangsbereich kann eine Steckdose mit USB sinnvoll sein. Dort lassen sich Powerbanks, Fahrradlichter, Kopfhörer oder Smartphones laden, die vor dem Verlassen des Hauses griffbereit sein sollen.
Ein solcher Ladeplatz funktioniert besonders gut in Kombination mit einer kleinen Ablage. So entsteht ein fester Ort für Geräte, Schlüssel und Alltagsgegenstände.
USB-A oder USB-C: Welcher Anschluss ist sinnvoll?
USB-A ist der ältere, aber weiterhin verbreitete Anschluss. Für viele ältere Ladekabel, Smartphones, Kopfhörer oder kleine Geräte kann sich ein Steckplatz nach wie vor lohnen. Das USB-C-Format wird dagegen immer wichtiger. Der Anschluss ist kompakter, und bei vielen neuen Smartphones, Tablets und Laptops bereits Standard. Moderne Ladekabel setzen häufig sogar auf USB-C an beiden Enden: Ein Ende wird in das Netzteil oder die USB-C-Steckdose gesteckt, das andere direkt in den Ladeeingang des mobilen Geräts.
Auch wenn auf dem Markt nach und nach immer weniger USB-A und immer mehr USB-C vertreten ist, sind zum aktuellen Zeitpunkt in den meisten Haushalten beide Anschlüsse relevant. Eine Kombination aus USB-A und USB-C-Steckplätzen ist daher in vielen Fällen am sinnvollsten.
In der EU müssen viele neue kleine und mittelgroße elektronische Geräte seit Ende 2024 über USB-C geladen werden können. Für Laptops gilt die Vorgabe ab 2026. Dadurch wird USB-C im Alltag weiter an Bedeutung gewinnen. Wer heute nachrüstet oder neu plant, sollte deshalb nachhaltig denken und nicht auf den USB-C-Steckplatz verzichten.
Was kostet die Umrüstung auf eine Steckdose mit USB?
Die Kosten für eine Steckdose mit USB-Anschluss lassen sich nur grob einschätzen. Sie hängen vor allem von drei Faktoren ab:
dem gewählten Modell
der vorhandenen Elektroinstallation
dem Aufwand für Montage und mögliche Anpassungen
Wenn bereits eine passende Unterputz-Steckdose vorhanden ist und nur der Einsatz getauscht werden muss, bleibt der Aufwand meist überschaubar. Dann fallen in der Regel Materialkosten für die neue Steckdose und Arbeitskosten für den Elektrofachbetrieb an.
Aufwendiger wird es, wenn zusätzliche Leitungen gelegt, Dosen angepasst oder mehrere USB-Steckdosen als Unterputz-Variante an neuen Positionen installiert werden sollen. Dann steigen die Kosten entsprechend. Als grobe Orientierung kann die Umrüstung pro Steckdose im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich liegen. Bei mehreren Ladepunkten oder baulichen Anpassungen kann der Gesamtbetrag deutlich höher ausfallen.
Als grobe Orientierung sollten Sie für eine einzelne Steckdose mit USB-Anschluss inklusive Material und fachgerechter Montage meist mit einem Betrag im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich rechnen.
Wichtig: Die Installation sollte nicht in Eigenleistung erfolgen. Arbeiten an der Elektroinstallation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
Was ist bei Steckdosen mit USB-Anschluss zu beachten?
Damit eine Steckdose mit USB im Alltag wirklich nützlich ist, sollten Sie nicht nur auf die Anzahl der Anschlüsse achten. Auch Leistung, Kompatibilität, Design und Einbauort spielen eine wichtige Rolle.
1. Die passende Ladeleistung wählen
Nicht jedes Gerät lädt mit derselben Geschwindigkeit. Smartphones und Kopfhörer brauchen im Normalfall weniger Leistung als Tablets oder Laptops. Prüfen Sie daher, welche Geräte Sie an der Steckdose laden möchten.
Für kleinere Geräte reicht eine moderate Ladeleistung ab 5 Watt oft aus. Smartphones, Kopfhörer oder Smartwatches lassen sich daher im Normalfall problemlos direkt über die USB-Buchse laden. Bei größeren Geräten lohnt sich dagegen ein genauer Blick auf die technischen Angaben.
Laptops benötigen über USB-C meist deutlich mehr Leistung, häufig mindestens 45 Watt. Für den Laptop ist deshalb oft weiterhin die klassische Steckdose mit passendem Netzteil die bessere Wahl. Bei einer Kombisteckdose bleibt dieser Anschluss frei nutzbar, während kleinere Geräte gleichzeitig über USB-A oder USB-C laden.
2. USB-A und USB-C kombinieren
Eine Kombination aus USB-A und USB-C ist besonders alltagstauglich. So können bestehende Kabel weiter genutzt werden, während neue Geräte ebenfalls direkt anschließbar sind. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anschluss zwar vorhanden ist, aber nicht zum Ladekabel passt.
Die Gira SCHUKO USB-Steckdose A & C bietet genau diese Kombination: klassische Steckdose, USB-A und USB-C in einem Produkt. Damit eignet sie sich für Räume, in denen verschiedene Geräte und Ladekabel genutzt werden. Die Steckdose passt zudem in Standard-Unterputzdosen und kann durch einen Fachbetriebmit wenig Aufwand nachgerüstet werden.
3. Einbauort bewusst planen
Eine Steckdose mit USB ist vor allem dort sinnvoll, wo sie regelmäßig genutzt wird. Planen Sie deshalb lieber wenige gut platzierte Ladepunkte als viele Anschlüsse an ungeeigneten Stellen.
Geeignete Orte sind zum Beispiel:
neben dem Bett
am Schreibtisch
in der Nähe der Küchenarbeitsplatte
neben dem Sofa
im Eingangsbereich
in Jugend- oder Gästezimmern
Im Bad und in der Küche gelten besondere Anforderungen an die Elektroinstallation. Dort sollte die Position von Steckdosen immer fachgerecht geplant werden.
4. Design passend zur Einrichtung wählen
Steckdosen sind sichtbar. Deshalb spielt auch das Design eine Rolle. Besonders bei Renovierungen oder Neubauten lohnt es sich, Steckdosen und Schalter einheitlich zu planen.
Gira bietet die USB-Steckdose in verschiedenen Farbvarianten an. Durch die Kompatibilität mit dem Gira System 55 lässt sie sich mit unterschiedlichen Rahmen kombinieren. So passt die Steckdose mit USB optisch zu anderen Schaltern und Steckdosen in Ihrem Zuhause.
5. Standby-Verbrauch berücksichtigen
USB-Steckdosen enthalten ein integriertes Netzteil, das dauerhaft mit dem Stromnetz verbunden ist. Deshalb kann im Standby ein geringer Stromverbrauch entstehen. Bei modernen Produkten ist dieser in der Regel niedrig. Trotzdem sollte der Punkt bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Die Standby-Leistung der Gira USB-Steckdose A & C ist mit weniger als 0,3 Watt sehr gering, sodass kaum Strom verloren geht.
Steckdose mit USB nachrüsten oder direkt mitplanen?
Am einfachsten ist es, Steckdosen mit USB-Anschluss bereits beim Neubau oder bei einer größeren Sanierung mitzudenken. Dann können Positionen, Leitungen und Design von Anfang an abgestimmt werden.
Eine Nachrüstung ist aber ebenfalls möglich. Besonders bei vorhandenen Unterputzdosen kann der Austausch vergleichsweise unkompliziert sein. Entscheidend ist, ob ausreichend Platz vorhanden ist und ob die bestehende Elektroinstallation geeignet ist.
Wer ohnehin Schalter und Steckdosen erneuert, kann gezielt einige Ladepunkte ergänzen. So entsteht ein modernes, aufgeräumtes Nutzungskonzept.
Kleines Detail mit praktischem Effekt
Eine Steckdose mit USB ist vor allem dort sinnvoll, wo regelmäßig mobile Geräte geladen werden. Sie spart Netzteile, hält Steckdosenplätze frei und sorgt für mehr Ordnung im Alltag. Besonders praktisch sind Modelle mit klassischer Steckdose, USB-A und USB-C. Sie verbinden die wichtigsten Anschlussstandards an einem festen Platz.
Bei der Planung kommt es auf den richtigen Ort, die passende Ladeleistung und eine fachgerechte Installation an. Wer neu baut, saniert oder seine Elektroinstallation modernisiert, sollte Steckdosen mit USB-Anschluss daher gezielt mitdenken. So entstehen Ladepunkte, die nicht nur praktisch sind, sondern sich auch stimmig in die Raumgestaltung einfügen.
Häufige Fragen zu USB-Steckdosen
Sie möchten Ihre Unterputz-Steckdosen umrüsten und mit USB-Anschlüssen ausstatten? Hier finden Sie im kompakten Überblick Antworten auf Fragen, die bei der Planung aufkommen können.