Her mit der Historie: Mindestens bis ins 15. Jahrhundert reichen die Wurzeln des Gebäudes in der verschachtelten, malerischen Altstadt von Hopfgarten in Tirol zurück. Architekt Christian Dummer setzte bei diesem Umbau auf die Goldene Energie des Gebäudes.
Zu Recht geschützt
Im Herzen der – im österreichischen „Schutzzone“ genannten – besonders bewahrenswerten Innenstadt von Hopfgarten im Brixental liegt ein pittoreskes Ensemble aus drei Häusern, von denen eines saniert und umgebaut werden sollte. Gekennzeichnet durch Durchgänge und kleine Plätze, ist es in eine besondere Topographie mit dem erhöhten Kirchplatz eingebettet. Zwei Fassadenseiten sind frei und über verschiedene Straßenniveaus erreichbar, insgesamt besitzt es fünf Geschosse, die älteste Baustufe stammt erwiesenermaßen aus dem 15. Jahrhundert. Nur vermutet wird hingegen, dass die Fundamente sogar aus dem Jahr 900 datieren. Die Herausforderung: Aus den obersten drei Stockwerken eine zusammenhängende Wohneinheit für eine junge Familie zu schaffen.
Nachhaltigkeit geht vor
Um ans Ziel zu gelangen, stellten die Planer vier der großen „R’s“ aus dem Nachhaltigkeitszirkel in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen: Refuse, Rethink, Reduce und Repair. Es galt, den Bestand so weit wie möglich zu respektieren, Eingriffe zu minimieren und das zu bewahren, was auch die „Goldene Energie“ des Hauses genannt wird – seine Geschichte, seinen kulturellen, sozialen und ideellen Wert. Dazu erhielten sie die gesamte Struktur und fügten lediglich neue Öffnungen in den jüngeren Gebäudeteilen hinzu. Eine Dachterrasse und eine neue Brücke sorgen für vertikale Vielfalt und schaffen Ausblicke. Mit größter Sorgfalt erfolgte die statische Ertüchtigung einer historisch bedeutenden Tramdecke aus alten Holzbalken, die weitestgehend erhalten werden konnte. Hingegen neu ist ein von historischen Wirtschaftsgängen inspirierter „Gang-Raum“, der die Ebenen der Wohnung verbindet und von einem hölzernen Eichenmöbel durchzogen wird.
“Die klare Linie und Einfachheit der Gira Produkte unterstreicht unser Verständnis vom Arbeiten mit bestehenden Strukturen und ihrer Historie. Es zielt darauf ab, das Wesen eines Gebäudes zu erfassen und zeitgemäß ins jetzt zu transformieren. Daraus erwächst eine naturgemäße Eleganz, die von einem Werteverständnis ohne Pomp getragen wird.
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Elementar Architektur
Aufs Beste reduziert
Nicht nur die Struktur, auch das Design ist auf Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Während die Außenwände und Holzfenster mit warmgrauem Kalkanstrich und anthrazitfarbenen Ölfarben ein geschichtsbezogenes Charisma erhalten, stehen im Inneren die Bedürfnisse der vierköpfigen Familie im Fokus – mit hochwertigem Handwerk und gesunden Materialien. Ein Wechselspiel aus Kalk- und Lehmoberflächen verschiedener Glanzgrade sowie Eichenholzflächen schafft eine angenehme und baubiologische wertige Wohnatmosphäre. Auch die Elektrotechnik ist mit Designanspruch ausgewählt: Die matt schwarzen Schalter und Steckdosen stammen aus der Designlinie Gira E2 und entsprechen genau dem Wunsch nach klarer Einfachheit. Eben simpel und die Zeiten überdauernd.
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