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Gira erweitert Standort in Radevormwald


Grundsteinlegung für Großprojekt

Radevormwald, 28. Oktober 2016. Der Bau eines neuen, rund 30.000 Quadratmeter großen Fertigungs-, Logistik- und Bürogebäudes im Industriegebiet Mermbach in Radevormwald ist das größte und eines der wichtigsten Investitionsvorhaben in der über 111-jährigen Geschichte der Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (www.gira.de). In diesem Neubau an der Bundesstraße 229/483 werden nach Fertigstellung im zweiten Quartal 2018 gut 500 Beschäftigte in den Bereichen Innovation, Produktion, Logistik und Versand tätig sein. Mit der feierlichen Grundsteinlegung in Anwesenheit von Bürgermeister Johannes Mans, Architekt Professor Matthias Sauerbruch und zahlreicher Gäste hat der Mittelständler am heutigen Freitag die Hochbauphase eingeleitet. „Eine solche Chance, auf der grünen Wiese die ganze Wertschöpfungskette von Wareneingang, Lager, Logistik, Montage und Warenausgang ideal neu zu gestalten, gibt es nicht oft. Darüber hinaus ist der große Vorteil, dass wir keine Rücksicht auf den Gebäudebestand und baubedingte Störungen des laufenden Betriebs nehmen müssen. Wir haben in den letzten Jahren viele Hallen im Industriegebiet angemietet und sind froh, dass dies möglich war. Es ist aber dadurch auch eine aufwändige interne Logistik entstanden. Jetzt war der Punkt erreicht, wo sich eine solche Investition lohnt, um in eigenen, idealen Räumen all die Prozesse wieder zusammenzuführen“, betonte Dirk Giersiepen, Geschäftsführender Gesellschafter von Gira, in seiner Begrüßung zur Grundsteinlegung. „Dieser Neubau ist ein wichtiger Schritt für die internationale Wettbewerbsfähigkeit, ein klares Bekenntnis zum Standort Radevormwald, zur Qualität ‚Made in Germany’ und schafft ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum“, so Giersiepen weiter.

Flexibles Raumkonzept, verbindende Strukturen
Dies gilt umso mehr, als die Planer vom Architekturbüro Sauerbruch Hutton aus Berlin und das Gira Projektteam um Andreas Dürwald, Leiter Produktion und Logistik, und Dietmar Daszkiewicz, Leiter Facility Management, den Neubau so flexibel konzipiert haben, dass eine funktionsunabhängige Erweiterung der Kapazitäten am Standort Gewerbestraße auf bis zu 50.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche möglich ist.

Die Bereiche Innovation, Montage, Logistik, Wareneingang und Versand teilen sich eine zentrale Erschließungsachse, die auch in zukünftigen Entwicklungsstadien Bestand haben wird. Der Bürobereich liegt über der Produktionshalle, deren Dach von einem modularen Raster von Oberlichtern überzogen ist. Diesem Raster entsprechend bilden die Büros Lichthöfe. Bei Erweiterung eines der beiden Bereiche kann das Raster fortgeschrieben werden. Somit sind stets in gleicher Weise Tagesbelichtung und Außenbezug für sowohl Halle als auch Büros gewährleistet.

Bauen für die Zukunft
Genauso großen Wert legt die Planung auf eine möglichst flexible Nutzung der Räumlichkeiten und eine offene Architektur, die einen direkte, „barrierefreie“ Kommunikation und Zusammenarbeit fördert. Dazu wird als alles verbindendes Element ein Mezzanin-Geschoss in die Halle eingehängt, das räumliche, visuelle und funktionale Beziehungen zwischen den Bereichen herstellt. Ein zentraler Konferenzbereich steht dort Entwicklern, Produktionsmitarbeitern und Besuchern gleichermaßen zur Verfügung.

„Wir bauen hier für die Zukunft und müssen schon heute mögliche Anforderungen von morgen und übermorgen im Blick haben“, beschreiben die beiden Gira Projektverantwortlichen Dietmar Daszkiewicz und Andreas Dürwald die große Herausforderung: „Bei der Planung ging es darum, den optimalen Weg zwischen Funktionalität, Flexibilität für die Zukunft und Architektur zu finden – und das unter Berücksichtigung all der gesetzlichen Vorgaben.“

Nachhaltige Industriearchitektur
Ein besonderes Augenmerk legt das Industrieunternehmen dabei auf die Nachhaltigkeit des Neubaus, die vor allem einen verantwortungsvollen und ressourcenschonenden Betrieb des Großgebäudes gewährleisten soll. Nicht von ungefähr engagierte man mit Sauerbruch Hutton ein Planungsbüro, das für seine nachhaltige Architektur international einen hervorragenden Ruf genießt und vielfach ausgezeichnet worden ist. Im Mittelpunkt der Planungen stand die Optimierung der Erzeugung und der Nutzung von Energie im neuen Industriebau. Als zentraler Wärmeerzeuger kommt ein effizientes Blockheizkraftwerk zum Einsatz, das zugleich Strom für den Eigenbedarf liefert. Zudem setzt der Gebäudetechnikspezialist konsequent auf systematische Wärmerückgewinnung. Für die ebenso wichtige effektive Kühlung des Gebäudekomplexes nutzt Gira zum einen Absorber, die Wärme in Kälte umwandeln; zum anderen wird ein Teil der Kälte zusätzlich über Verdunstungskühlung mit Regenwasser erzeugt. Sowohl Kälte als auch Wärme speichert das Technologieunternehmen in zwei großen Sprinklertanks mit jeweils 1.200 Kubikmetern Fassungsvermögen zwischen, um sie bei Bedarf zu verwenden. Natürlich kommt in dem Neubau auch eigene Steuerungstechnologie zum Einsatz, die nutzungs- und nutzerbezogen für eine energieeffiziente Regulierung verschiedener gebäudetechnischer Funktionen und Komponenten wie etwa der Beleuchtung oder Verschattung sorgt.

Seit 1910 in Radevormwald
Gira, 1905 von Gustav und Richard Giersiepen in Wuppertal gegründet, hat seit 1910 seinen Sitz in Radevormwald. Hier hat das Familienunternehmen, dessen Produkte und Lösungen heute in 40 Ländern zum Einsatz kommen, seinen Standort immer wieder erweitert, unter anderem mit den größeren Bauabschnitten 1980, 1990, 1994 und 2002. In Radevormwald arbeiten heute rund 1.100 der circa 1.300 Gira Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; die übrigen sind im Vertrieb und Außendienst im In- und Ausland tätig.

Bitte geben Sie bei einem Abdruck die Bildquelle mit "Bild: www.gira.de" an.

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