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Elektroplaner

Sprachsteuerung

19. Mär 2018

Liaison mit Alexa und Sonos
Gira X1

Weiter geht's mit unseren Messeneuheiten. Wobei nicht immer alles unbedingt ganz neu sein muss. Denn teilweise haben wir unsere bestehenden Systeme und Lösungen auch um clevere Funktionen ergänzt und erweitert. Wie beispielsweise unseren kompakten Server X1. Der ist auf der Light+Building gleich eine doppelte Liaison eingegangen: mit Alexa und Sonos.

 

 

Mehr zur Liaison unseres X1 mit Alexa und Sonos

14. Feb 2018

Sprachassistenten lügen nicht
Oder etwa doch?

Die digitale Sprachsteuerung hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Im Smart Home haben sich Alexa, Echo und Co. längst breit gemacht. Und sie helfen uns dabei, komfortabler, sicherer und energiebewusster zu leben. Alles in Butter, sollte man meinen. Oder etwa doch nicht? Joel Wille, Kolumnist der "Welt", hinterfragt die Zusammenhänge und kommt zu einigen ziemlich lustigen Erkenntnissen – die aber auch ein bisschen beunruhigend sind.

Seine Ausgangsfrage: Sagen digitale Assistenten immer die Wahrheit, wenn sie mit uns sprechen? Oder lügen sie vielleicht hin und wieder? Gegenfrage: Warum sollten sie? Aber so einfach ist das nicht. Denn dahinter steckt die Erkenntnis, dass Lügen im menschlichen Kommunikationsverhalten tief verankert ist, dass sie gewissermaßen mit zum guten Ton gehören. Damit sind gar nicht fundamentale Bösartigkeiten gemeint, sondern vielmehr die kleinen Flunkereien so quasi nebenbei. Warum machen wir das? Sweet little Lies lassen uns sympathischer und kompetenter erscheinen – in den Augen unserer Mitmenschen. Also flunkern wir, was das Zeug hält. Durchschnittlich 12 mal in der Stunde! Das sind alle fünf Minuten!! Zum Glück gehört die Geschichte mit Pinocchio und seiner Nase ins Reich der Fabeln, wäre ja gar nicht auszudenken …

Doch Joel Willi denkt in eine andere Richtung. Und fragt sich, warum unsere digitalen Sprachassistenten unsere ach so menschlichen Eigenheiten nicht einfach übernehmen sollten. Denn dann wäre Alexa dir und mir schlicht sympathischer. Die Folge: "Die Verkaufszahlen stiegen, wenn sich herumspräche, Alexa muntere dich auf, indem es deine Gesangskünste lobt, obwohl sich deine Stimme anhört wie Fingernägel über die Tafel gezogen."

Nun wäre es ja am einfachsten, die Assistenten selbst zu fragen, ob sie es tun oder nicht. Doch schon scheitern wir. Alexa verkündet tiefgründig: "Ich versuche immer, die Wahrheit zu sagen." OK, aber ein Versuch ist eben noch kein Beweis, dass es wirklich so ist. Fragt man dagegen die Hersteller, wird es keinen Deut klarer. Schließlich würden die niemals zugeben, dass sie Lügen programmieren. Wenn sie das also abstreiten – dann lügen sie uns an.

Teufel aber auch. Zum Glück kommt uns die Philosophie zur Hilfe. Und erklärt: Wer lügt, muss ein selbstständiges Bewusstsein besitzen, muss Absichten entwickeln und Interessen haben. Kurz: muss bewusst lügen können. Das kann Künstliche Intelligenz aber nicht. Zumindest noch nicht. Wenn überhaupt, dann müssten die Programmierer die Fähigkeit zur Lüge technisch implementieren. Womit sich aber die Katze in den Schwanz beißt. Denn die würden uns das gegenüber ja nie zugeben. Uns also anlügen … siehe oben.

Da steh ich nun, ich armer Tor / Und bin so klug als wie zuvor. Plötzlich kann man den armen Faust aus Goethes Drama voll verstehen. Ungelogen! Wer aber wissen will, wie Joel Wille dann doch noch aus dieser (Lügen-)Geschichte herauskommt und sogar den Supercomputer HAL 9000 aus der "Odyssee im Weltraum" austrickst, muss das selbst lesen. Unterhaltung garantiert. Erkenntnis auch. Bloß: welche?

Hier geht es zum Text „Warum Alexa und Siri dich in Zukunft bewusst anlügen könnten“ von Joel Wille

29. Okt 2017

Islands Fußballfans und das Smart Home
Anregung für die Sprachsteuerung

Huh! – Huh! – Huh! Wie Donnerschläge hallt es von den Rängen. Die Isländer feuern. Und zwar ihre Mannschaft an. Unvergesslich bei der Fußball EM in Frankreich: die sympathischen, wenngleich etwas sprachreduzierten Fans von der rauen Insel im hohen Norden. Und jetzt wieder dieser Wikingerschlachtruf. Huh! Gerade haben sich die Isländer für die WM 2018 qualifiziert. Zum allerersten Mal überhaupt. Islands Fußballer sind auf dem Vormarsch. Huh! – Russland, wir kommen!! Huh!!

Was uns zur Sprachsteuerung im Smart Home bringt. Die ist dort nämlich auf dem Vormarsch. Weil sie inzwischen technisch ausgereift ist. Das größte Hindernis bislang ist ausgerechnet der menschliche Faktor. Statt klarer Befehle sorgen bei Alexa & Co. dahingenuschelte Brocken oder durch Gähnen verzerrte Wortfetzen für Verwirrung. Temporäre Anfälle lokaler Amnesie garantieren im entscheidenden Moment Sprachlosigkeit oder ein Gebrabbel à la wieheißtdasverdammteding-gleichnochmal. Dialekte oder ein starker Akzent dürften ebenfalls hinderlich sein. OK – nobody is perfect. Aber im sprachgesteuerten Smart Home funktioniert dann nichts mehr.

Was uns zu den isländischen Fans zurückbringt. Bekanntlich setzen sich technische Neuerung immer dann schnell im Markt durch, wenn sie einfach und vor allem einfach zu bedienen sind. Das lässt sich auf die Sprachsteuerung übertragen. Huh! Einmal gebrüllt heißt das: Licht aus. Zweimal: Jalousie herunter. Dreimal: Fernseher an. Und dann: Huh! – Huh! – Huh! Die Isländer spielen. Und wie. Hoffentlich werden sie Weltmeister. Oder zumindest Vizeweltmeister. Gegen Kimmich & Co. Weltmeister in der extrem reduzierten Kommunikation sind sie schon. Alexa: Schneid' Dir davon bitte eine Scheibe ab!

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