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Smart Up Your Life – Kabelgebundene oder funkbasierte Bussysteme?

Grundsätzlich gilt, dass ein kabelgebundenes System möglichst frühzeitig in den Planungsprozess eines Gebäudes miteinbezogen werden sollte, am besten von Beginn an. Nicht selten müssen dabei auch der Architekt und der Statiker mitplanen. Außerdem muss die Planung sehr exakt sein, der Planungsaufwand ist also hoch. Nachträgliche funktionale Erweiterungen des Systems sind zwar kein Problem, wohl aber bauliche Änderungen.

Funk-Lösungen sind dagegen sehr viel flexibler, weil die Steuerung eben keine fest installierte Leitungen benötigt, Änderungen also leicht zu realisieren sind. Sie empfehlen sich auch für den Neubau immer dann, wenn die Planung einzelner Räume erst sehr spät erfolgen soll, weil die Nutzung der Zimmer noch nicht feststeht. Funk-Systeme lassen sich vergleichsweise leicht installieren – und auch einfach wieder deinstallieren. Für Mieter, die die Wohnung wechseln wollen oder müssen, ein klarer Pluspunkt.

Kabelgebundene Systeme gelten allgemein als leistungsfähiger, störungsfreier und generell sicherer als Funk-Lösungen. Das stimmt heute nur noch bedingt. Wer sehr komplexe Anwendungen nutzen will, ist tatsächlich bei KNX besser aufgehoben. Dann sollte allerdings ein leistungsfähiges "Gehirn" die Bustechnik steuern, etwa der Gira HomeServer. Er kann beispielsweise die Gartenbewässerung automatisieren und dabei Daten der Wettervorhersage aus dem Internet mit einbeziehen: Es war tagsüber trocken und heiß, also sollte abends eigentlich gewässert werden – da aber um 23 Uhr Gewitter mit 80prozentiger Wahrscheinlichkeit vorausgesagt sind, geschieht das dann doch nicht. Das System prüft über Regensensoren selbstverständlich, ob es beim Gewitter auch ausreichend regnet.

Funk-Systeme kommen nicht an solche anspruchsvollen Anwendungen heran, reichen aber in jedem Fall aus, wenn ein Einfamilienhaus mit den Grundfunktionen der Gebäudeautomation gesteuert werden soll. Allerdings sollte auch hier ein Server zum Einsatz kommen.

Übrigens ist für eine Kabel-Lösung nicht zwingend der Gira HomeServer erforderlich. Wer auch hier nur die Grundfunktionen für ein Einfamilienhaus nutzen will, ist mit dem neuen Server Gira X1 bestens bedient. Er ist eine wirtschaftliche Alternative zu großen Servern, sowohl was den Anschaffungspreis betrifft als auch den Programmieraufwand.

Schnelligkeit und Datensicherheit sind mittlerweile keine relevanten Unterscheidungskriterien mehr zwischen Kabel und Funk – zumindest nicht bei Gira. Sowohl das Gira KNX System als auch eNet SMART HOME gewährleisten höchsten Datenschutz und die Sicherheit vor fremdem Zugriff. Und auch Störungen gehören jetzt der Vergangenheit an, denn beide Systeme werden ausschließlich vom Fachmann geplant, parametriert und in Betrieb genommen. Hier liegt noch ein weiterer Vorteil der System-Lösung. Denn Insel-Lösungen gibt es zwar aus dem Media- und Baumarkt, doch eine fachliche Installation gibt's eben nicht dazu. Und mit etwaigen Problemen bleibt der Nutzer allein.

Bleibt der eher seltene Fall, dass bauliche Lösungen dem KNX System Grenzen aufzeigen, etwa wenn bauliche Gegebenheiten eine leitungsgebundene Installation einschränken. Wenn also an bestimmten Stellen keine Leitungen verlegt oder Schalter angebracht werden können oder sollen, sei es auf Sichtbeton, offenem Mauerwerk, Holz, Glas oder auf Möbeloberflächen, dafür hat Gira das System KNX RF entwickelt. "KNX RF" steht für "KNX Radio Frequency", also KNX via Funksignal. Das Prinzip dahinter ist ebenso einfach wie überzeugend: Wo es per Kabel nicht mehr weitergeht, kann man auf Funk umsatteln und weitermachen.

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