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Die „Welt am Sonntag“ über die Zukunft der Energieerzeugung - Mit dem Strom schwimmen

Mit der viel gepriesenen Energiewende steht es ja gerade nicht zum Besten. Politisch nach wie vor nebulös, ein klarer Kurs fehlt. Auch das Elektroauto kommt kaum von der Stelle. Überhaupt ist e-Mobilität in Konzepten und Studien zwar eine feine Sache, nicht jedoch in der Realität.

Der größte Bremsklotz Richtung Zukunft aber ist der momentan unglaublich niedrige Ölpreis. Und der wird, wenn man Analysten Glauben schenkt, auch noch länger so niedrig bleiben. Das freut den Verbraucher – nicht aber diejenigen, denen es ernst ist mit der Energiewende. Schön also, wenn der Gesetzgeber jetzt konsequent auf Strom schaltet. Denn die angestrebte Nachhaltigkeit bei der Energieversorgung lässt sich nunmal weder mit Öl, noch mit Gas oder Kohle erreichen. Sondern mit ökologisch erzeugtem Strom. Und wenn Strom in der Energiewende eine Schlüsselrolle zugeschrieben wird, dann bedarf es künftig eines leistungsfähigen Strommanagements.

Dieses Strommanagement wird viele Facetten aufweisen, gerade im privaten Wohnungsbau, also im Ein- und Zweifamilienhaus. Vor allem dann, wenn eine in den neuen gesetzlichen Bestimmungen vorgesehene energetische Beurteilung eines Gebäudes allein nach dem sogenannten Jahresprimärenergiebedarf erfolgt. Und wenn die Primärenergiezahl für Strom weiter sinkt, weil immer mehr Wind- und Solarstrom im Netz bereitgestellt wird. Unterm Strich heißt das: All diese Faktoren begünstigen die Warmwassererzeugung mit Strom deutlich mehr als bisher.

Das wird Folgen haben: Stromspeicher und Wärmepumpen werden davon profitieren, die Hersteller von Fotovoltaikanlagen ebenso. Aber auch jene Branchen, die Strom „managen“ können – die letztlich die Energie im Gebäude so verteilen und speichern, dass die gesetzlichen Vorgaben ab 2021 erfüllt oder sogar noch unterschritten werden. Ganz klar: Technisch ist hier noch viel Luft nach oben, etwa was den Wirkungsgrad der Stromausbeute betrifft. Hier hält die Zukunft noch viel Potenzial bereit. Wer aber dieses Potenzial nutzen und die technischen Herausforderungen der Zukunft meistern will, muss sich damit schon heute beschäftigen. Das gilt auch für die Elektroindustrie.

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