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Was macht eigentlich …? Nico Ueberholz über die Schulter geschaut

Herr Ueberholz, Sie sind jetzt 29 Jahre für Gira tätig – wird das nicht irgendwann langweilig?

Nicht die Spur! Denn jedes Projekt, das wir angehen, ist auf seine Weise spannend. So innovativ wie Gira ist, müssen wir das Unternehmen auch nach außen präsentieren. Wir befinden uns in einem beiderseitigen permanenten Entwicklungsprozess. Der Vorteil einer langen Partnerschaft ist, dass man nicht mehr alles lang und breit erklären muss. Teilweise verstehen wir uns fast blind. Immer mit dem Ziel, dass unsere Messe-Architektur zur Produktphilosophie von Gira passt.

Was genau macht der Messearchitekt für Gira?

Wir sind verantwortlich für sämtliche Gira Regionalmessestände – von der Planung bis zur Realisierung: Entwurf, Konzept, Auf- und Abbau, einfach alles. Seit 1996 sind wir auch als beratende Experten tätig für die Bereiche Ladenbau, Schaufenstergestaltung, dazu Ausstellungsräume für Gira, für die Gira Revox Studio Partner und für den Club der Gira Aktiv Partner. Das Spektrum ist sehr groß, es reicht vom kompletten Neubau über Umbauten bis zum reinen Ausstellungsraum. Hinzu kommen noch Elektrofachbetriebe und Elektrogroßhändler. Wir können da auf eine vielseitige und intensive Zusammenarbeit zurückblicken.

Was ist mit den großen Messeständen von Gira, etwa zur Light+Building oder zur BAU?

Hier realisieren wir die Messeauftritte für Gira, planen sie aber nicht. Vor 2010 haben wir allerdings auch die Entwürfe geliefert, der mehrfach mit Designpreisen ausgezeichnete „gläserne Stand“ aus dem Jahr 2006 beispielsweise stammt von uns.

Welches Erlebnis hat Sie in der langen Zeit, in der Sie für Gira tätig sind, am meisten beeindruckt?

Im Grunde das allererste: Ich war damals ganz neu im Markt und hatte mich bei Gira vorgestellt, bei Werner Giersiepen. Ich hatte keine Referenzen, keine Sicherheiten, keinerlei Empfehlungen – und trotzdem hat er mir vertraut. Wir haben das per Handschlag besiegelt. Das hat mir mächtig imponiert.

Sie haben gerade einen neuen Firmensitz bezogen – alles selbst geplant und gebaut?

Alles selbst geplant, fast alles selbst realisiert. Der Zeitpunkt war genau der richtige, vor allem weil die Unternehmensnachfolge inzwischen geregelt ist. Und was tut ein ausgebildeter Architekt lieber, als einmal für sich selbst zu bauen?

1600 Tonnen Beton, allein die 3,70 Meter hohe Holztür am Eingang bringt es auf stattliche 380 Kilogramm!

Die Idee dahinter ist natürlich das Bestreben, die Philosophie meines Büros in der Architektur widerzuspiegeln. Das Gebäude ist die optische Visitenkarte meines Unternehmens, wir verstehen das als gebautes Corporate Design. Und natürlich haben wir jede Menge Gira Technik installiert, auch um unseren Besuchern zeigen zu können, welche Lösungen Gira für die moderne Gebäudetechnik zur Verfügung stellt. Bei uns kommen zum Einsatz der Gira HomeServer, Gira Tastsensoren, der Gira Control 19 Client, beim Schalterprogramm haben wir uns für Gira E22 entschieden.

Sie sind aber nicht nur Architekt, Messedesigner und Kommunikationsdesigner – sondern auch offiziell ein König in Ghana. Welche Geschichte steckt dahinter?

Stimmt! Genau gesagt bin ich König der Provinz Awutu und zwar für den Bereich technische Innovation und Entwicklung. Ich habe mich über viele Jahre sehr intensiv in Afrika engagiert und Schulen, Krankenhäuser und Low Income Häuser für die Menschen dort gebaut, habe mit der Welthungerhilfe und mit der UN zusammengearbeitet, seinerzeit mit Kofi Annan. In Ghana bin ich gefragt worden, ob ich das Königsamt annehmen würde. Das ist einerseits natürlich eine große Geste, eine Wertschätzung meiner Arbeit – andererseits hat das ganz praktische Vorteile, wenn man Dinge in diesem Land realisieren will und dazu mit der Regierung verhandeln muss. Ich sage es mal verkürzt: Die Könige in Ghana können nicht ohne die Regierung, und die Regierung kann nicht ohne die Könige.

Wie oft sind Sie noch in Afrika? 

Ich selbst nicht mehr – aus gesundheitlichen Gründen. Aber Mitarbeiter aus meinem Büro sind regelmäßig dort auf dem Königsfest. Und natürlich engagieren wir uns weiterhin mit Bauprojekten. Insgesamt setzen wir heute aber mehr auf Hilfe zur Selbsthilfe.

Wenn Sie Afrika in drei Stichworten umschreiben sollen … 

Extrem arm, leider auch extrem korrupt, mit Menschen, die ganz viel Hilfe brauchen, gerade im Gesundheits- und Bildungswesen.

Herr Ueberholz, vielen Dank – jetzt haben wir tatsächlich ein Interview mit einem echten König geführt!

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